Warum Honig so gesund ist.
Honig enthält mehr als 180 natürliche Stoffe.
Wir
beschränken uns hier auf eine kurze Aufzählung.
Die Hauptbestandteile von Honig sind Kohlehydrate bzw. Zuckerverbindungen (80 – 85%) und Wasser (15 – 19%).
Beim Zucker handelt es sich dabei hauptsächlich um Einfachzucker; diese wiederum setzen sich zusammen aus einem Anteil Fruchtzucker (Fructose, ca. 34 - 41%) und einem Anteil Traubenzucker (Glucose, ca. 28 - 35%). Darüber hinaus enthält Honig noch ca. 10% Mehrfachzucker. Diese verschiedenen Zuckerarten gelangen übrigens im Körper mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ins Blut und sorgen damit für eine gleichmäßige Energiebereitstellung (mehr dazu bei Renate Frank, Honig).
Daneben enthält Honig die verschiedensten Mineralstoffe, Aromastoffe, Vitamine, Pollen und mehr. Insgesamt wurden über 180 natürliche Stoffe im Honig nachgewiesen.
So enthält er die wichtigen Aminosäuren – und zwar alle 20 – die der menschliche Körper zur Herstellung von Eiweiß benötigt. Er liefert eine Reihe von Mineralstoffen, und zwar in einer Kombination, die ihre Aufnahme begünstigt. Kalium ist in Honig am stärksten vertreten, besonders in dunklen Sorten. Auch wenn Honig als vitaminarmes Lebensmittel bekannt ist, so enthält er doch ebenso viele Vitamin B-Arten wie beispielsweise ein Apfel und genügend Vitamin C zur Unterstützung der Eisenaufnahme.
Diese Stoffe stammen direkt oder indirekt von den Pflanzen. Hinzu kommen nun noch die Stoffe, die bei der Verarbeitung dieser pflanzlichen Rohstoffe durch die Bienen entstehen. Dabei kommen Enzyme oder Fermente zum Einsatz, die eine Art schwach saures Milieu im Honig entstehen lassen. Darauf beruht unter anderem die keimtötende Wirkung von Honig und seine lange Haltbarkeit. Die unterschiedliche Zusammensetzung dieser Säuren beeinflusst gleichzeitig den Geschmack, ebenso wie die ungefähr 120 enthaltenen, Appetit anregenden Aromastoffe.
Wer mehr darüber lesen will, dem empfehlen wir die Bücher von Renate Frank oder Detlev Mix (siehe Honigliteratur).
Französische Honigverordnung
In Frankreich, dem Land der guten Küche, wird schon sehr lange auf die Qualität der regionalen Lebensmittel geachtet: Seit 1905 gibt es ein Gesetz, das die Verfälschung von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten untersagt. Die Überwachung erfolgt durch ein eigenes Amt ("La Répression des Fraudes").
1976, unter Premierminister Jacques Chirac und Gesundheitsministerin Simone Veil, wurde aus diesem Gesetz ein Dekret speziell für den Honig abgeleitet, in dem strenge Qualitätskriterien, Definitionen und Etikettierungsvorschriften festgelegt waren.
In der neuen Honigverordnung von 2003 wurden in Frankreich einheitliche europäische Richtlinien umgesetzt. (Für Interessierte: Die Richtlinie der Europäischen Union vom 20. Dezember 2001 über Honig finden Sie unter diesem Link.)
